Kapitel 1 legt das Vokabular fest, in dem die gesamte Prüfung geschrieben ist: warum getestet wird, wie sich Testen von Debugging und von Qualitätssicherung unterscheidet, die sieben Grundsätze des Testens, die Aktivitäten des Testprozesses sowie Rollen und notwendige Fähigkeiten im Testteam. Jede Frage hier ist K1 oder K2 — Sie erinnern oder erklären, Sie rechnen nie.
Damit ist es das günstigste Kapitel zum Absichern und das teuerste, in dem man ungenau sein kann: die hier definierten Unterscheidungen tauchen in den Kapiteln 2 bis 5 als Distraktoren wieder auf.
Wo diese Punkte verloren gehen:
Fehlhandlung, Fehlerzustand und Fehlerwirkung — ein Mensch begeht eine Fehlhandlung, die einen Fehlerzustand im Arbeitsergebnis hinterlässt, der bei der Ausführung eine Fehlerwirkung verursachen kann. Optionen, die zwei der drei vertauschen, sind die Standardfalle.
Absolute Aussagen — „Testen beweist die Fehlerfreiheit“ und „vollständiges Testen ist bei kleinen Systemen machbar“ widersprechen den Grundsätzen ausdrücklich.
Testen vs. Debugging vs. QS — Testen findet Fehlerwirkungen, Debugging findet und behebt deren Ursache, Qualitätssicherung betrifft den Prozess, nicht das Produkt.
Testziel, Testbedingung, Testfall — drei verschiedene Abstraktionsebenen, die Fragen bewusst verwischen.
Dieses Kapitel wird am stärksten abgedeckt (8 Fragen) in CTFL v4.0 — Probeprüfung 5 (Promo-Codes, Bestellablauf & Abnahmetest)