ISTQB CTFL v4.0 Lehrplan: Struktur und Kapitelgewichtung
Der CTFL-v4.0-Lehrplan hat sechs Kapitel und 64 Lernziele, und die Prüfung entnimmt ihnen genau 8, 6, 4, 11, 9 und 2 Fragen. Hier die offizielle Verteilung, die K-Stufen und was das für Ihre Vorbereitung bedeutet.
Der ISTQB Certified Tester Foundation Level (CTFL) v4.0 Lehrplan besteht aus sechs Kapiteln, 14 Business Outcomes und 64 Lernzielen. Die Prüfung entnimmt ihnen genau 8, 6, 4, 11, 9 und 2 Fragen. Diese Verteilung ist keine grobe Faustregel, sondern in den offiziellen ISTQB Exam Structures & Rules tables festgeschrieben: 40 Fragen, 40 Punkte, Bestehensgrenze 26 (65%), 60 Minuten.
Die meisten Lernhilfen nennen die Kapitelgewichtung nur "ungefähr". Das ist unnötig. Hier die exakte Tabelle, die K-Stufen dahinter und was jedes Kapitel tatsächlich prüft.
Aufbau des Lehrplans v4.0
Version 4.0 erschien am 21. April 2023 und ist seit dem 9. Mai 2024 verbindlich. Aktuell gilt die Wartungsversion v4.0.1 von September 2024. Jede Kapitelüberschrift nennt ihre eigene Schulungszeit; akkreditierte Kurse müssen mindestens 1135 Minuten (18 Stunden 55 Minuten) Unterricht abdecken:
Kapitel 1 — Grundlagen des Testens: 180 Minuten
Kapitel 2 — Testen im Softwarelebenszyklus: 130 Minuten
Kapitel 3 — Statischer Test: 80 Minuten
Kapitel 4 — Testanalyse und Testentwurf: 390 Minuten
Kapitel 5 — Management der Testaktivitäten: 335 Minuten
Kapitel 6 — Testwerkzeuge: 20 Minuten
Jedes Lernziel trägt eine K-Stufe — K1 (wiedergeben), K2 (verstehen) oder K3 (anwenden). Sie bestimmt, was eine Prüfungsfrage zu diesem Lernziel verlangen darf.
Kapitelgewichtung: woher die 40 Fragen kommen
Das vollständige offizielle Bild — Fragen, K-Stufen, Punkte und Schulungsminuten je Kapitel.

Als Prüfungsanteil gelesen:
Kapitel 4 — 27,5% (11 Fragen)
Kapitel 5 — 22,5% (9 Fragen)
Kapitel 1 — 20% (8 Fragen)
Kapitel 2 — 15% (6 Fragen)
Kapitel 3 — 10% (4 Fragen)
Kapitel 6 — 5% (2 Fragen)
Zwei Schlussfolgerungen: Kapitel 4 und 5 sind exakt die halbe Prüfung — 20 von 40 Fragen und 725 von 1135 Schulungsminuten. Und Kapitel 6 bringt zwei Punkte bei zwanzig Minuten offizieller Unterrichtszeit; wer dort einen ganzen Abend investiert, optimiert an der falschen Stelle.
K1, K2 und K3: was die Stufen kosten
Auch das K-Budget der Prüfung ist fix: 8 K1-Fragen, 24 K2-Fragen und 8 K3-Fragen. Jede Frage zählt einen Punkt, unabhängig von der Stufe — genau deshalb entscheiden die K3-Aufgaben: Sie kosten für denselben Punkt das Drei- bis Fünffache an Zeit.
K1 (wiedergeben) — Begriffe, Listen, Fakten abrufen. Schwerpunkt in den Kapiteln 1, 2, 3 und 6.
K2 (verstehen) — erklären, vergleichen, ein Szenario einordnen. Der Löwenanteil der Prüfung, in jedem Kapitel.
K3 (anwenden) — ein Verfahren auf konkrete Daten anwenden. Nur in Kapitel 4 (5 Fragen) und Kapitel 5 (3 Fragen).
Die K3-Lernziele in Kapitel 4 sind Äquivalenzklassenbildung, Grenzwertanalyse, Entscheidungstabellentest und Zustandsübergangstest (dazu ATDD). Alle mit Rechenbeispielen durchgearbeitet finden Sie in Black-Box-Testentwurfsverfahren mit Beispielen. Kapitel 5 steuert seine K3-Fragen über Testaufwandsschätzung und risikobasierte Priorisierung bei.
Was die einzelnen Kapitel prüfen
Kapitel 1 — Grundlagen des Testens (8 Fragen)
Begriffe und Denkmodell: Testziele, Testen versus Debugging, die Kette Fehlhandlung/Fehlerzustand/Fehlerwirkung, die sieben Grundsätze des Testens, Testaktivitäten und Testmittel, Rollen und Kompetenzen. Kein K3 — aber eine wacklige Terminologie kostet später in den Kapiteln 4 und 5 Punkte.
Kapitel 2 — Testen im Softwarelebenszyklus (6 Fragen)
Sequenzielle, iterative und inkrementelle Vorgehensmodelle; Test-First-Ansätze (TDD, BDD, ATDD); Shift-Left; DevOps; die fünf Teststufen; die vier Testarten; Fehlernachtest versus Regressionstest; Wartungstest. Klassische Falle: Teststufen und Testarten sind zwei unabhängige Dimensionen, keine Synonyme.
Kapitel 3 — Statischer Test (4 Fragen)
Nur vier Fragen, aber dicht: Nutzen des statischen Tests, statisch versus dynamisch, der generische Reviewprozess, die Rollen und die vier Reviewarten. Typischerweise wird eine Sitzung beschrieben und nach der Reviewart gefragt — merken Sie sich die Unterscheidungsmerkmale: Wer leitet? Gibt es einen definierten Prozess? Checklisten? Metriken?
Kapitel 4 — Testanalyse und Testentwurf (11 Fragen)
Das größte Kapitel und das einzige, in dem Sie rechnen statt wiedererkennen müssen: Black-Box-Verfahren (Äquivalenzklassen, 2- und 3-Werte-Grenzwertanalyse, Entscheidungstabellen, Zustandsübergänge), White-Box-Verfahren (Anweisungs- und Zweigüberdeckung), erfahrungsbasierte Verfahren und kollaborative Ansätze. Lesen reicht hier nicht.
Kapitel 5 — Management der Testaktivitäten (9 Fragen)
Testplanung, Eingangs- und Endekriterien, Schätzverfahren, Risikomanagement (Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit × Schadensausmaß, Projekt- versus Produktrisiko, risikobasiertes Testen), Testüberwachung versus Teststeuerung versus Testabschluss, Konfigurationsmanagement und Fehlerberichte. Das am häufigsten unterschätzte Kapitel.
Kapitel 6 — Testwerkzeuge (2 Fragen)
Werkzeugkategorien sowie Nutzen und Risiken der Testautomatisierung, rein konzeptionell. Produktnamen sind nicht prüfungsrelevant. Zwei Fragen, zwanzig Minuten offizielle Schulungszeit.
Die Gewichtung in einen Lernplan übersetzen
Verteilen Sie Ihre Zeit nach den offiziellen Schulungsminuten, nicht nach Interesse: rund 34% auf Kapitel 4, rund 30% auf Kapitel 5.
Kapitel 1 zuerst für die Begriffe, dann sofort Kapitel 4 — es braucht Übung, und Übung braucht Wiederholung über mehrere Tage.
Üben Sie die acht K3-Fertigkeiten von Hand, bis sie mechanisch sitzen: Äquivalenzklassen, 2- und 3-Werte-Grenzwerte, Entscheidungstabellen zusammenfassen, Zustandsübergangsüberdeckung, Anweisungs- und Zweigüberdeckung, Drei-Punkt-Schätzung, Risikobewertung.
Kapitel 3 und 6 sind Auswendiglern-Sprints, keine Lerneinheiten. Zusammen sechs Fragen.
Schreiben Sie vollständige Probeprüfungen unter Zeit und werten Sie Ihre Fehler nach Kapitel aus. 60% mit Schwäche in Kapitel 4 sind gefährlicher als 60% gleichmäßig verteilt.
Eine wochenweise Fassung finden Sie im kompletten Leitfaden zum ISTQB Foundation Level; zu Ablauf, Bewertung und Zeitmanagement am Prüfungstag siehe ISTQB CTFL Prüfungsformat und Bestehensgrenze.
Unsere kostenlosen Probeprüfungen folgen der offiziellen Verteilung
Eine Probeprüfung nützt nur, wenn ihre Form der echten entspricht. Im Juli 2026 haben wir alle 15 CTFL-Probeprüfungen so ausbalanciert, dass jede einzelne 8 / 6 / 4 / 11 / 9 / 2 Fragen aus den Kapiteln 1 bis 6 zieht — Frage für Frage geprüft, nicht bloß behauptet. Jede Probeprüfung: 40 eigene Fragen, 65% Bestehensgrenze, 60 Minuten, mit Begründung zu jeder Antwortoption und PDF-Export des Ergebnisses.
Kostenlos und ohne Konto: CTFL-v4.0-Probeprüfung starten.
Wo Sie den Lehrplan bekommen
Der Lehrplan ist kostenlos. Das aktuelle PDF finden Sie auf der offiziellen ISTQB-Seite zum CTFL v4.0. Halten Sie dabei das ISTQB-Glossar offen — ein großer Teil der K1- und K2-Fragen sind verkleidete Glossardefinitionen.
Frequently asked
Genau 8 auf Kapitel 1, 6 auf Kapitel 2, 4 auf Kapitel 3, 11 auf Kapitel 4, 9 auf Kapitel 5 und 2 auf Kapitel 6 — zusammen 40 Fragen und 40 Punkte. Die Verteilung ist in den ISTQB Exam Structures & Rules tables verbindlich festgelegt.
Kapitel 4, Testanalyse und Testentwurf: 11 der 40 Fragen (27,5%) und 390 der 1135 Schulungsminuten. Zusammen mit Kapitel 5 macht es exakt die Hälfte der Prüfung aus.
Acht. Fünf stammen aus Kapitel 4 (Äquivalenzklassenbildung, Grenzwertanalyse, Entscheidungstabellen, Zustandsübergangstest), drei aus Kapitel 5. In allen anderen Kapiteln gibt es kein K3-Lernziel.
Akkreditierte Kurse müssen mindestens 1135 Minuten Unterricht bieten — 18 Stunden und 55 Minuten — verteilt auf 180/130/80/390/335/20 Minuten für die Kapitel 1 bis 6.
26 von 40 Punkten, also 65%. Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten, bei einer Fremdsprache 75 Minuten.
Version 4.0.1 vom September 2024 — eine Wartungsversion des Lehrplans v4.0 vom April 2023. Sie korrigiert Formulierungen, ändert aber weder Lernziele noch Prüfungsstruktur.
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